Bei freiwilligen Versuchspersonen wurden innerhalb von 60 min 30 g Hydroxyaethylstärke (HÄS 450/0,7) oder 30 g Dextran (60) intravenös verabreicht. Anschließend wurde der Verlauf der Serumkonzentration der Hydrokolloide über einen Zeitraum von 10 Tagen kontrolliert. Gleichzeitig wurde die Ausscheidung der Polysaccharide im 24-h-Sammelharn bestimmt. Zum Nachweis der Polysaccharide wurde eine modifizierte Glykogenbestimmung mit Ausfällung verwendet. Während der ersten 6 h nach der Infusion erfolgt die Konzentrationsabnahme von Dextran im Serum etwas rascher als diejenige von Hydroxyaethylstärke. Nach etwa einer Woche ist kein Dextran mehr im Serum nachweisbar, während selbst 10 Tage nach der Infusion noch 10–20 % der anfänglichen Hydroxyaethylstärke-Konzentration im Serum festgestellt werden können. Im Ham wird in den ersten 24 h Dextran etwas rascher ausgeschieden als Hydroxyaethylstärke. Nach 48 h ist dieser Unterschied etwa ausgeglichen, von beiden Hydrokolloiden sind jeweils etwa 45 % der infundierten Menge im Harn aufgefunden worden. Die Dextranausscheidung nimmt dann anschließend rasch ab auf Werte im Grenzbereich der Nachweismethode, während die Hydroxyaethylstärke-Ausscheidung nach einer vorübergehenden Abnahme nochmals starker zunimmt. Nach 10 Tagen sind weniger als 50% des infundierten Dextrans erfaßt, während bei Hydroxyaethylstärke etwa 75 % der verabreichten Menge erfaßt sind. Im Tierexperiment wurde für beide Hydrokolloide eine Speicherung nachgewiesen. Die Ergebnisse werden diskutiert. Es wird darauf hingewiesen, daß die nachweisbar persistierende Hydroxyaethylstärke-Fraktion für ein vorteilhaftes längeres Verweilen dieses Hydrokolloids im intravaskulären Bereich spricht. Der Verbleib der nichterfaβten Hydrokolloidfraktionen muß insbesondere im Tierexperiment noch weiter verfolgt werden. Es wird angenommen, daß weder Dextranase noch Serumamylase für ihren Abbau größere Bedeutung haben.

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