Sanguis ist ein von der Europäischen Gemeinschaft gefördertes Projekt, das erstmals europaweit die Transfusionsgewohnheiten und die Transfusionspraxis bei ausgewählten chirurgischen Eingriffen untersucht. Insgesamt nehmen 43 Kliniken (Universitätskliniken und Lehrkrankenhäuser) in zehn Ländern an der Studie teil. Die Studie wurde von Prof. G. Sirchia aus Mailand initiiert; er hat eine Studiengruppe berufen, deren Aufgabe die Planung und Organisation der Studie war. Nach einer zunächst in Italien durchgeführten Pilotstudie wurden an den teilnehmenden Zentren von Oktober 1990 bis September 1991 alle relevanten Daten bei sechs ausgewählten Eingriffen erfaßt. Neben der Häufigkeit der Bluttransfusion und den Transfusionsgewohnheiten wurde auch der Einsatz von Alternativprogrammen zur Vermeidung homologer Transfusionen untersucht. Die vorläufige Datenanalyse (70% der erwarteten Daten) für den Eingriff «Totalendoprothese des Hüftgelenks» ergibt große Unterschiede in der Häufigkeit homologer Bluttransfusionen zwischen den Zentren und auch deutliche regionale Unterschiede. Die Bemühungen zur Einsparung oder Vermeidung von Fremdbluttransfusionen sind nicht an alien Kliniken gleich. Für den Patienten ergibt sich daraus eine je nach Klinik unterschiedliche Wahrscheinlichkeit (0-100%), beim Einsatz einer Totalendoprothese eine Transfusion homologen Blutes zu erhalten. Nach Abschluß der Auswertung aller Daten dieser Studie wird eine Datenbasis über die Transfusionspraxis in den verschiedenen Ländern und an den teilnehmenden Zentren zur Verfügung stehen. Anhand dieser Datenbasis sollen dann Empfehlungen zur Indikationsstellung der Transfusion erarbeitet werden; außerdem sollen Alternativprogramme zur Einsparung von homologen Transfusionen identifiziert und bezüglich Effizienz evaluiert werden. In einer Folgestudie (Sanguis 2) sollen dann mögliche Empfehlungen validiert und Richt-linien erarbeitet werden.

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