Aufgrund von verschiedenen Auswirkungen sowohl auf den Fettstoff-wechsel als auch auf die Blutgerinnung sind die Ω-3-Fettsäuren in letzter Zeit in den Mittelpunkt des Interesses getreten. Beobachtun-gen hinsichtlich eines möglichen günstigen Effektes auf die Entwick-lung des ZNS bei Ratten und die Tatsache der Anwesenheit von Ω-3-Fettsäuren in der Muttermilch haben die Frage einer möglichen Es-sentialität im Kindesalter aufgeworfen. Der folgende Bericht soil den Stand des Wissens kurz zusammenfassen. In Fisch- und Getreideöl sind sowohl Ω-6-Fettsäuren, wie z.B. Arachidonsäure (AA: C 20: 4Ω-6) als auch Ω-3-Fettsäuren (z.B.: Linolensäure: C 18: 3Ω-3) enthalten. Sie stehen immer in einem be-stimmten Verhältnis zueinander: Sind höhere Konzentrationen von Ω-3-Fettsäuren vorhanden, so findet man niedrigerc Mengen an Ω-6-Fettsäuren und umgekehrt. Die bedeutsamsten Vertreter der Ω-3-Fettsäuren sind Metaboliten der Linolensäure mit Docosahexaenoic Acid: C 22: 6Ω-3 (DHA) und Eicosapentaenoic Acid: C 20: 5Ω-3 (EPA). An Ratten und Rhesusaffen wurde der günstige Einfluβ von vor allem DHA auf die postnatale Gehirn- und Retinaentwicklung nachgewiesen. Es konnte gezeigt werden, daβ die Fettsäurezusammensetzung der Phospholipide roter Blutzellen mit der des ZNS konform geht. Durch eine mit Fischöl angereicherte Diät konnten beim Säugling annähernd gleiche Werte wie bei Muttermilchernährung erreicht werden; dies scheint insbesondere für Frühgeborene, die immer einen DHA-Mangel aufweisen, von Bedeutung zu sein. Ebenso ist sichtlich auch eine ausreichende Versorgung der Mutter mit DHA kurz vor der Geburt von groβer Wichtigkeit, um dem Fetus via Plazenta genügende Mengen zur Verfügung stellen zu können. Im Tierexperiment konnte ein Mangel an DHA mit visuellen Beeinträchtigungen und verlangsamter Entwicklung in Zusammenhang gebracht werden. Diese Phänomene könnten durch Supplementierung mit DHA verhindert werden. Beim Säugling scheint zumindest eine ausreichende Zufuhr von Ω-3-Fettsäuren biochemisch günstige Auswirkungen zu haben, wenngleich eine Essentialität noch nicht direkt nachgewiesen ist.

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