Hintergrund: EntzÜndungsvorgÄnge induzieren eine inflammatorische Signalkaskade, die sich Über positive Feedbackmechanismen am Laufen hÄlt. KÖnnen diese RÜckkopplungen trotz Beseitigung der eigentlichen EntzÜndungsursache nicht durchbrochen werden, wird die EntzÜndung chronisch. Chronische EntzÜndungen sind nicht mehr Teil des natÜrlichen Heilungsprozesses, sondern schÄdigen als eigener Aspekt der Pathogenese das Gewebe oft mehr als die ursprÜngliche EntzÜndungsursache. Das komplexe EntzÜndungsgeschehen ist mehr als das Zusammenspiel der zellulÄren Protagonisten und ihrer Zytokine. Die KomplementÄrmedizin bietet mit dem System der Grundregulation einen erweiterten funktionalen Raum, in dem Immun- und Mesenchymzellen mit der extrazellulÄren Matrix ECM, dem strukturierten Interstitium sowie der Blutendstrombahn, Nervenendigungen und Lymphbahnen interagieren. Zielsetzung und Methode: Die Struktur der EntzÜndungsreaktion aus immunologischer Sicht wird dem System der Grundregulation gemÄss A. Pischinger und H. Heine gegenÜbergestellt. Es wird analysiert, ob sich daraus neue integrative AnsÄtze fÜr die antientzÜndliche Therapie sowie die PrÄvention und Nachsorge von chronisch-entzÜndlichen Erkrankungen ergeben. Ergebnisse: Zur Beendigung von EntzÜndungsreaktionen sind nicht nur verschiedene anti-inflammatorische MolekÜle nÖtig; insbesondere bei chronischen EntzÜndungen ist die Wiederherstellung der RegelfÄhigkeit des Grundsystems unerlÄsslich. Erst das Triggern und VerstÄrken von anti-inflammatorischen Impulsen leitet die eigentliche Heilungsphase ein. Demnach lÄsst sich ein dreistufiges, auf die ECM fokussiertes Interventionsschema ableiten: Durch die drei Therapiephasen „Reload-Protect-Trigger“ kÖnnen die verschiedenen Funktionen der ECM angesprochen werden. Dieses integrative Konzept wird an Beispielen erklÄrt und in ein praxistaugliches Schema ÜbergefÜhrt. Dies erlaubt es, im Alltag auf einfache Weise den Bezug individueller TherapieansÄtze zum dreistufigen Funktionsmodell der ECM zu beurteilen. Die integrative Sichtweise erscheint insofern notwendig, als gerade im Bereich der chronischen EntzÜndungen viele Massnahmen eingesetzt werden, eine Übergeordnete Leitlinie jedoch oft fehlt.

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