Fragestellung: Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, einen Beitrag zur Klärung der Frage der Pathogenese des isolierten einseitigen Vestibularisausfalls zu leisten. Hierzu wurde das vorhandene Patientengut auf mögliche Begleiterkrankungen hin untersucht, welche eine ursächliche Bedeutung für das Auftreten eines isolierten einseitigen Vestibularisausfalls haben könnten. Patienten und Methode: An der Hals-Nasen-Ohren-Klinik der Universität Göttingen wurden von 1972 bis 1992 insgesamt 252 Patienten mit einem isolierten einseitigen Vestibularisausfall stationär behandelt. Im Rahmen einer retrospektiven Untersuchung wurden die klinischen Daten zu möglichen pathogenetischen Faktoren des isolierten einseitigen Vestibularisausfalls erfasst und ausgewertet. Berücksichtigung fanden Infektionskrankheiten, Halswirbelsäulenerkrankungen, kardiovaskuläre und endokrine Erkrankungen. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Unter den 252 Patienten waren 114 (45%) weiblich und 138 (55%) männlich. Das mittlere Alter der zwischen 15 und 84 Jahren alten Patienten betrug 47 Jahre. Die Analyse zeigte, dass alien untersuchten Faktoren eine Bedeutung bei der Pathogenese des einseitig isolierten Vestibularisausfalls zukommen könnte, wobei hier insbesondere die Induktion einer Mikrozirkulationsstörung im Innenohr zu diskutieren ist. Am häufigsten waren mit 47% der Patienten kardiovaskuläre Begleiterkrankungen anzutreffen. Im Vergleich mit Studien aus der Normalbevölkerung war im untersuchten Patientengut ein Hypertonus bei Patienten über 40 Jahre und ein Diabetes mellitus bei Patienten zwischen 40 und 59 Jahren häufiger vertreten. 66% der Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen wiesen zusätzlich weitere Begleiterkrankungen auf. Nach den Ergebnissen der vorliegenden Untersuchung kann daher ein Auftreten eines einseitig isolierten Vestibularisausfalls insbesondere dann wahrscheinlich werden, wenn mehrere der untersuchten Faktoren zusammentreffen.

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