In der Bundesrepublik Deutschland konnte eine starke Zunahme der Inzidenz und Mortalität für das maligne Melanom beobachtet werden. Nach den vorliegenden Daten muß für die letzten 15 Jahre eine Verdoppelung des Neuauftretens maligner Melanome und für die letzten 30 Jahre eine Verdoppelung der Sterblichkeit angenommen werden. Mit einer durchschnittlichen Inzidenz von ca. 6–8 Melanomen pro 100000 Einwohnern und Jahr Mitte der 80er Jahre nimmt die BR Deutschland unter den Ländern mit weißen Bevölkerungen einen Mittelplatz ein; bis zu 5mal höhere Inzidenzen wurden aus Australien und den Südstaaten der USA berichtet und in Europa wiesen einige skandinavische Lander deutlich höhere Inzidenzen als die BR Deutschland auf. Während in der internationalen Epidemiologie die Sonnenexposition als wichtigster Risikofaktor für das maligne Melanom angesehen wird, wurde dieser Zusammenhang bisher für deutsche Kollektive nicht nachgewiesen. Dagegen konnte gezeigt werden, daß die Zahl gewöhnlicher Nävuszellnävi und das Vorkommen dysplastischer Nävuszellnävi sehr gute Indikatoren für ein erhöhtes Risiko sind, ein malignes Melanom zu entwickeln. Das relative Risiko war in einer Studie für Personen mit mehr als 60 Nävuszellnävi etwa um einen Faktor 16 gegenüber Personen mit weniger als 10 Nävuszellnävi erhöht und unabhängig davon zeigte sich bei Vorkommen atypischer (dysplastischer) Nävuszellnävi eine Erhöhung des relativen Risikos auf das 7fache. Die Prognose des malignen Melanoms ist bei Vorliegen von Metastasierung in der Regel infaust. Etwa 90% aller Patienten kamen in der BR Deutschland jedoch im Stadium I der Erkrankung ohne erkennbare Metastasierung zur ersten Diagnose, ihre durchschnittliche 10-Jahres-Überlebensrate betrug im Zeitraum seit 1970 etwa 70 %. Als wichtigste prognostische Parameter in diesem Stadium erwiesen sich in einer multivariaten Analyse vor allem die Tumordicke und das Geschlecht, die bei einer Klassifizierung nach prognostischen Gesichtspunkten unbedingt berücksichtigt werden sollten.

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