In den USA herrscht derzeit Aufbruchsstimmung in bezug auf Forschung auf dem Gebiet Komplementärmedizin. Das Office of Alternative Medicine (OAM) der Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) wurde zu einem «Centre» aufgewertet und mit einem üppigen Budget ausgestattet, von dem man hierzulande nur träumen kann. Das Konzept des OAM, primär infrastrukturelle Förderung zu betreiben, um die Voraussetzungen für eine effiziente komplementärmedizinische Forschung zu schaffen, beginnt zu greifen. Die amerikanischen Zeitschriften, die gegenüber komplementärmedizinischen Arbeiten sehr restriktiv waren, beginnen sich zu öffnen. Die American Medical Association hat im vergangenen November mit einem Themenschwerpunkt Alternativmedizin in mehreren der von ihr herausgegebenen Zeitschriften ein weiteres Zeichen gesetzt. Unter anderem wurde dabei eine Aktualisierung der wohl meistzitierten Publikation im gesamten Forschungsbereich veröffentlicht, der Befragung zur Verbreitung alternativmedizinischer Methoden in den USA von Eisenberg et al. (N Engl J Med 1993;328:246). Neben der neuen Studie dieser Autoren haben wir für den Journal Club zwei weitere Artikel aus dem Themenschwerpunkt – eine Meta-Analyse von Ernst und White zu Akupunktur bei Rückenschmerzen sowie eine randomisierte Studie zur chinesischen Phytotherapie bei Colon irritabile von Bensoussan et al. – sowie die Studie von Cherkin und Mitarbeitern zu Chiropraktik, physikalischer Therapie und standardisierten Empfehlungen bei Lumbalgien aus dem New England Journal of Medicine für Sie ausgewählt. Viel Spass beim Lesen!

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